Gibt es Weihnachtsdeko auch in nachhaltig?

Jetzt wird es draußen langsam so richtig kalt. Es wird immer früher dunkel und bereits in wenigen Wochen ist Weihnachten. Die ersten Weihnachtsmärkte eröffnen und die Zwickauer Innenstadt wird weihnachtlich geschmückt. Zur gemütlichsten Zeit des Jahres habt ihr bestimmt auch das Bedürfnis, euer Zuhause auf den Advent und das Weihnachtsfest einzustimmen. 

 

Die Kaufhäuser platzen nur so vor Deko. Darunter viele Plastikprodukte, die Menschen in ärmeren Ländern unter schlechten Arbeitsbedingungen produzieren. Produkte, die einen langen, CO2-intensiven Transportweg hinter sich haben. Und die nach kurzer Zeit wieder kaputt gehen und im Müll landen. Gibt es da nicht Alternativen, die umweltfreundlicher sind und weniger Müll verursachen?

 

Essbare Weihnachtsdeko

Nicht jeder kann auf viel Stauraum wie einen Keller oder Dachboden zurückgreifen. Oder er möchte wie wir einfach nicht so viele Dinge anhäufen. In diesem Fall ist essbare Weihnachtsdeko eine schöne und leckere Lösung. Denn nach Weihnachten ist die Deko einfach weggeputzt. 

 

Besonder gut eignen sich Äpfel, Orangen, Mandarinen und Nüsse. Die könnt ihr zwischendurch naschen und wieder auffüllen. Auch weihnachtliche Plätzchen sehen schön verziert auf einem Teller ganz toll aus. Leckere und sogar vegane Rezepte findet ihr zum Beispiel bei Peta

 

Essbare Weihnachtsdeko hat außerdem noch einen weiteren Vorteil: Sie verbreitet einen ganz tollen Duft und verbreitet so eine weihnachtliche Stimmung.

 

Weihnachtsdeko in der Natur sammeln

Auch die Natur hat viel Deko zu bieten. Damit ist nicht unbedingt ein Weihnachtsbaum gemeint. Voraussichtlich schmücken diese Jahr fast 30 Millionen Weihnachtsbäume die deutschen Wohnzimmer, Weihnachtsmärkte und Kaufhäuser. Nur, um dann nach wenigen Wochen entsorgt zu werden. 

 

Statt ganzer Bäume könnt ihr im Wald Zweige, Tannenzapfen, Hagebutten oder Winterbeeren sammeln. In Schalen oder Vasen sieht das sehr nett aus und bringt außerdem einen angenehmen Waldduft nach Hause. Für unsere oben gestaltete Grippe haben wir ein Stück Baumstamm aus unserem Lieblingswald gesammelt, nach Waldarbeiten lagen dort jede Menge. Ein bisschen Moos dazu und Filzwollreste von zu Hause und mit ein wenig Kreativität habt ihr eine einfache und minimalistische Weihnachtsdeko. 

 

Deko wiederverwenden

Eine der besten Methoden, um Müll zu vermeiden, ist Dinge so oft wie möglich wieder zu verwenden. Beleuchtung wie Lichterketten und Schwippbogen tauchen das Zuhause in ein schönes Licht. Auch Nussknacker, Strohsterne und ähnliches halten viele Jahre. Ihr müsst sie nicht einmal neu kaufen, sondern findet sie auch auf vielen Flohmärkten. Nach Weihnachten könnt ihr sie wegräumen und nächstes Jahr wieder hervorholen. Was euch nicht mehr gefällt, könnt ihr verschenken oder mit Freunden gegen etwas anderes eintauschen. 

Fensterdeko mit Kreide

Viele eher minimalistisch Denkende wollen sich auch zu Weihnachten ungern viel Krimskrams in ihr Zuhause stellen. In letzter Zeit sehen wir immer mehr Fenster, die mit Kreidestiften bunt gestaltet wurden. Doch diese Kreidestifte aus dem Bastelladen verursachen leider auch Müll. Dabei lässt sich diese Flüssigkreide auch ganz leicht selbst herstellen. Ihr benötigt dafür nur Schlämmkreide und Wasser. Schlämmkreide, auch Calciumcarbonat genannt, bekommt ihr in einigen Reformhäusern. Auf einen Teelöffel Schlämmkreidepulver gebt ihr etwa einen Teelöffel Wasser. Das verrührt ihr und könnt dann mit einem Pinsel die Paste wie Farbe auf die Fenster auftragen. Besonders schön sind winterliche Motive wie Schneemänner oder Sterne. Weil Schlämmkreide ein Naturprodukt ist, könnt ihr sie ohne Bedenken auch mit Kindern benutzen. 

 

Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten für nachhaltige Weihnachtsdeko. Dazu gibt es schon ganz viele Ideen im Internet, die ich gar nicht alle aufzählen kann. Am schönsten ist es aber, wenn ihr das umsetzt, was zu euch passt und was euch gefällt. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.